Zykluskräuter – Go with the Flow, PART I

Ein Beitrag von @merlinalamagicienne (IG).

Ich bin Merlina, HealingARTist und DJ. Ich liebe es, zu lernen und zu wachsen. So bilde ich mich kontinuierlich aus und weiter. Dazu gehören die vielfältigen Bereiche der Persönlichkeitsentwicklung, Breathwork, Pflanzenheilkunde, Frauenheilkunde, Schamanismus, Yoga, Tantra, Tanz, Sexualität, Human Design, Gene Keys oder auch Fotografie, DJing, Branding und Network Marketing.

In unserer Kräuterreise werde ich dir Kräuter und Pflanzen vorstellen, die bei regelmäßiger Einnahme deinen Zyklus harmonisieren können.

Bei uns Frauen finden sich die vier Jahreszeiten auch in unserem inneren, individuellen Zyklus wieder. Ein Überblick in aller Kürze:

◉ Winter/ Menstruation/ Hormonkonzentration am niedrigsten/ Loslassen/ Regeneration/ Innenkehr/ Reflexion/ Visionen

◉ Frühling/ Follikelphase/ FSH und Östrogen/ Dopamin und Serotonin/ Energie/ Aufblühen/ Erneuerung/ Motivation/ Klarheit

◉ Sommer/ Ovulation/ Hormonkonzentration von Östrogen, LSH, Dopamin und Testosteron am höchsten/ Fruchtbarkeit/ erhöhte Libido/ Energiehoch/ Extrovertiertheit/ Verbindung/ Fülle/ Wachstum

◉ Herbst/ Luteal-/Gelbkörperphase/ Progesteron/ Entspannung/ Rückzug/ Sensibilität/ Intuition/ Reflexion/ Fokus/ Kreativität

So wandeln wir uns stetig mit unserem Flow durch den Zyklus. Jede Phase birgt unterschiedliche Energien, Themen und Bedürfnisse.

Wenn wir unseren Zyklus auf natürliche Weise mit Kräutern regulieren möchten, können wir diese auf die 1. und 2. Zyklushälfte aufteilen und die jeweiligen Prozesse im Körper entsprechend unterstützen.

Der Körper bereitet sich während der ersten Hälfte des Zyklus auf den Eisprung vor. Dazu schüttet der Körper Hormone aus, insbesondere Östrogen und LH (Luteinisierendes Hormon). So können wir hier auf Kräuter zurückgreifen, die eine östrogene Wirkung haben und die Produktion dieses Hormons fördern.
Mit dem Eisprung beginnt die zweite Zyklushälfte. In dieser Zeit wird vor allem Progesteron durch den Gelbkörper (das ist der aufgeplatzte und zurückgebliebene Follikel) produziert. Dieses Hormon bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Schwangerschaft vor.
Das bedeutet, in dieser Zyklushälfte sind Kräuter ideal, die progesteronfördernd wirken.

Die erste Zyklushälfte

  1. Salbei
Salbeiblätter

Der Salbei (Salvia officinalis) ist der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) zugehörig. Er stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde in Deutschland vor allem im Zuge der Klostergärten kultiviert.

Der ausdauernde, mehrjährige Halbstrauch mit ausgeprägtem Feinwurzelsystem wächst als mediterrane Pflanze an sonnigen Standorten mit trockenem, kalkhaltigen Boden.
Die grau-grünen, eiförmigen und mit einem weißen Flaum versehenen Blätter können von Mai bis August gesammelt werden. Am besten vor der Blüte, damit das Aroma noch in den Blättern enthalten ist. Neben den Blättern sind jedoch auch die Blüten in rosa, violetten und weißen Farbtönen genießbar.

Besondere Inhaltsstoffe des Salbei sind unter anderem ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Asparagin, Flavonoide, Gerbsäure, Cineol, Fumarsäure, Harz, Kampfer, Thujon, Thymol, Salicylsäure, Saponine, Triterpene, Steroide und Zink.

Salbei ist in seinem Wirkungsspektrum breit aufgestellt. Er wirkt antibakteriell, desinfizierend, entzündungshemmend, schleimlösend, immunstärkend, verdauungsfördernd, entkrampfend, blutstillend, fungizid, schweißhemmend, zusammenziehend, kühlend und beruhigend. Desweiteren wirkt Salbei auch östrogenartig und damit Eisprung fördernd.

Damit findet der Salbei Anwendung bei Wunden, Akne, Insektenstichen, Fieber, Verdauungsproblemen, Husten und Heiserkeit, Entzündungen im Mund und Halsbereich, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, Rheuma, Gicht und bei übermäßiger Schweißbildung. Oder eben als Frauenkraut bei der natürlichen Regulierung des Zyklus.

Wir können ihn als Gewürzkraut in der Küche verwenden, seine heilende Wirkung als Tee genießen – sowohl innerlich als auch äußerlich. Beispielsweise in Form von Waschungen und Bädern. Salbei lässt sich auch als frisches Blatt wie Kaugummi kauen, in der Körperpflege einsetzen oder als konzentrationsfördernde Pflanze zum Räuchern verwenden.

Für Schwangere und Stillende ist der Salbei eher ungeeignet, da er der Milchproduktion entgegenwirkt.

2. Himbeere

Himbeerstrauch

Die Himbeere (Rubus idaeus) gehört zu der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und wächst bevorzugt an Weges- und Waldrändern, in Gärten und an Hecken.

Nach archäologischen Funden war der Strauch, als eine der ältesten Kulturpflanzen Europas, bereits in der Steinzeit beliebt. Die Früchte und Blätter der Himbeere werden als Nahrungsmittel und zu Heilzwecken verwendet. Wir können sie insbesondere von April bis September sammeln.

Die Himbeere birgt viele Vitamine (A, B, C, E) sowie Magnesium, Eisen und Calcium in sich. Darüberhinaus enthält sie ätherische Öle, Flavonoide, Fruchtsäuren, Gerbstoffe, Kalium, Natrium und Zink.

In ihrer Wirkung ist die Himbeere beruhigend, entzündungshemmend, immunstärkend, stoffwechselanregend, erfrischend, blutreinigend, zusammenziehend, wehenfördernd und entkrampfend. Sie wird als Heilpflanze unter anderem bei Hautentzündungen, Geschwüren, Flechten, Fieber, Bauchschmerzen, Verdauungsproblemen, Nierenproblemen und Menstruationsbeschwerden eingesetzt. 

Die Blätter der Himbeere werden in der Frauenheilkunde geschätzt, da sie die Hormonproduktion regulieren und unterstützend beim Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wirken. Nach der Geburt können die Himbeerblätter die Milchproduktion anregen und die Rückbildung der Gebärmutter fördern.

Für eine heilende Anwendung empfiehlt sich ein Teeaufguss der Himbeerblätter, bei äußerlichen Entzündungen kann ein Absud der Blätter verwendet werden.

3. Rosmarin

Rosmarinbündel

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist ein Teil der Lippenblütlerfamilie (Lamiaceae) und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum.

Seit Jahrtausenden gilt Rosmarin als wirkungsvolles Heilmittel mit anregender und wärmender Wirkung. Im alten Griechenland war Rosmarin der Aphrodite, Göttin der Liebe und Schönheit, gewidmet. Langezeit wurden die grünen Zweige für Hochzeitsrituale verwendet und zur Zeit Karls des Großen wurde Rosmarin in den Hochzeitskranz gebunden. Daher kommen auch die Namen Hochzeitsbleaml und Kranzkraut.

Der immergrüne, buschig-verzweigte Strauch wächst bevorzugt an warmen, trockenen und windgeschützten Standorten. Rosmarin trägt dunkelgrüne, lange und schmale, ledrige Blätter. Später im Jahr können sich viele kleine, hellblaue Blüten entwickeln.

Im Grunde können wir das mediterrane Kraut fast das ganze Jahr über ernten. Die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe befinden sich vor der Blüte in einer besonders hohen Konzentration in den Blättern.

Im Rosmarin sind viele ätherische Öle enthalten. Hinzugesellen sich Harze, Gerbstoffe, Flavonoide und Bitterstoffe. Der Strauch wirkt belebend, antibakteriell, antimykotisch, desinfizierend, durchblutungsfördernd, krampflösend, wärmend, appetitanregend, herzwirksam und konzentrationsfördernd. Demzufolge kann er bei Appetitlosigkeit, Kreislaufschwäche, Kopfschmerzen, Blähungen, Durchblutungsstörungen und Erkältungskrankheiten helfen.

Rosmarin gilt darüberhinaus als Frauenkraut mit hormonartiger Wirkung. Er stärkt die Gebärmutter und fördert die Follikelbildung in den Eierstöcken. Gleichzeitig wirkt er auf Frauen wie Männer leicht aphrodisierend.

Rosmarin findet seinen Weg als beliebtes Gewürzkraut in unsere Küchen, wir können ihn zum Würzen verwenden, damit backen oder Rosmarinwein herstellen. Er lässt sich vielseitig in der Kosmetik und Medizin einsetzen. Als ätherisches Öl, Tee oder Badezusatz kann das Kraut uns in unserem Alltag unterstützen.

4. Rotklee

Wilder Klee

Der Rotklee (Trifolium pratense) ist der Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae) zugehörig, welche wiederum den Schmetterlingsblütlern (Fabales) angehören.

Der, von Hummeln gern besuchte, Wiesenklee stellt für gefährdete Schmetterlingsarten eine wichtige Raupenpflanze dar. Er wächst auf feuchten und nährstoffreichen Wiesen, an Wegesrändern und auf Waldlichtungen. Rotklee ist mit seinen langen Wurzelstöcken, die sich bis zu 2 Meter in die Tiefe erstrecken können, fest im Boden verankert.

Von April- oder Maibeginn an können wir seine rosaroten Blütenköpfchen sammeln und als Nahrungsmittel und Heilkraut verwenden. Die meist dreiblättrigen Blätter sind ebenfalls genießbar.

Rotklee enthält eine Vielzahl von Wirkstoffen. Dazu gehören Asparagin, Eiweiße, Flavonoide, Cumarine, Magnesium, Kalium, Calcium, Xanthin, Gerbstoffe, ätherische Öle, Fette, Wachse, Spurenelemente, Vitamin B1 und B3, Vitamin C und Phytohormone, die Isoflavone. In seiner Wirkung ist das Glückskraut äußerst vielseitig. Es wirkt immunstärkend, blutreinigend, kühlend, entzündungshemmend, schlaffördernd, harntreibend, krampflösend, konzentrationsfördernd, zellschützend, krebsvorbeugend, cholesterinsenkend, stimmungsaufhellend und luststeigernd.

Wir können ihn bei verschiedenen Bedürfnisse anwenden. Beispielsweise bei Erkältungskrankheiten, hohen Cholesterinwerten, Entzündungen, Leberschwäche, Prostatabeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Augenleiden, Knochenschwund, Rheuma, Gicht, chronische Hautkrankheiten und in den Wechseljahren.

Mit seinen Isoflavonen kann er bei Frauen wie Männern zu einem ausgeglichenen Hormonspiegel beitragen und sowohl bei Östrogenmangel als auch bei einem Östrogenüberschuss helfen. Auf diese Weise kann er bei Frauen den Eisprung fördern, den Zyklus regulieren und Hitzewallungen und weitere Wechselbeschwerden lindern.

Neben dem Einsatz in der Küche kann der Rotklee seine heilenden Kräfte in Form von Tee, Tinkturen, Hydraten, Ölen, Salben oder Bädern entfalten.


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